Die Zeit der Corona Pandemie
✍ Autor(en):
Christina Weber-Reusch (2025)
Stephan Blödel (2025)
Nachdem am 01.12.2019 der erste Fall der Infektionskrankheit COVID-19 in der Volksrepublik China aufgetreten war, erreichte die Pandemie im Januar 2020 Deutschland. Es dauerte bis Mai 2023, bis die World Health Organization (WHO) den „Internationalen Gesundheitsnotstand“ aufhob. Nun, rund fünf Jahre nach Beginn der Pandemie sind weltweit bisher sieben Millionen Menschen in 234 Ländern an COVID-19 gestorben.
Die Zeit der Pandemie war auch für uns Mensfelderinnen und Mensfelder nicht einfach. Strenge Kontaktsperren, Schließungen von Schulen und Kindergärten sowie Ausgangssperren zur Bekämpfung der Pandemie stellten unser gewohntes Leben völlig auf den Kopf.
Aber wir wären keine Miesfeller, wenn wir nicht auch versucht hätten, unsere aktive Dorfgemeinschaft so weit wie möglich und unter Einhaltung der damaligen gesetzlichen Bestimmungen aufrecht zu erhalten. Bei der „Hausfreizeit“ des TuS Mensfelden im Jahr 2020 wurden die Zelte im eigenen Garten aufgebaut und dort übernachtet. Der Speiseplan mit Rezepten des Küchenteams wurde zum Nachkochen nach Hause geschickt. In kleinen Gruppen konnten die Kinder bei einer Fotosafari durch Mensfelden ihre Ortskenntnis unter Beweis stellen und bei einem Satzrätsel wurden Wald und Flur durchkämmt.
Da in diesem Jahr auch alle Faschingsveranstaltungen ausfallen mussten, wollten wir den Kindern wenigstens an Halloween die Möglichkeit geben, sich zu verkleiden und Spaß zu haben. Mit der einfachen Idee, abgepackte Süßigkeiten an Zäune, Tore und Hecken zu hängen, konnten viele Kinder und Erwachsene ein fröhliches Halloween feiern. Im Jahr 2022 nahmen bereits 32 Haushalte an der Aktion teil. Gruselig geschmückte Häuser, unheimliche Verkleidungen und das „Um die Häuser ziehen“ hatten ein neues Miteinander geschaffen. Inzwischen ist Halloween in Mensfelden eine feste Größe und ein neuer Höhepunkt im Herbst für Kinder und auch Erwachsene.
Aber auch unsere Kinder waren in der Zeit des strengen Kontaktverbots kreativ und hatten sich, ganz wie früher, gegenseitig kleine Briefe geschrieben oder Bilder gemalt und in die Briefkästen geworfen.
Der Ortsbeirat hatte den Seniorennachmittag als Abhol-Café für Kaffee und Kuchen organisiert. Es gab nach den Wünschen der Gäste gemischte Kuchenteller und „Coffee-to-go“. Und da man sich dort zufällig und an der frischen Luft begegnete, ergab sich das eine oder andere gute Gespräch. Ein Angebot, das auch der sozialen Vereinsamung in diesem Jahr entgegenwirken sollte und das sehr gut angenommen wurde. Im Jahr 2021 konnten wir „Draußen-Fasching“ und eine zweitägige „Draußen-Kirmes“ feiern.
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