# Auswanderung nach Friedrichsfeld im Jahr 1776

✍ **Autor(en):**  
Rolf Schwenk (2025)

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10 Familien (zusammen 41 Personen) aus den limburgischen Dörfern Mensfelden und Ennerich treffen 1776 in der Gemarkung Trendelburg ein.

<figure id="bkmrk-foto%3A-besuch-aus-men">![](pictures/auswanderung_ff.png)<figcaption>Foto: Besuch aus Mensfelden in der Mensfelder Straße in Friedrichsfeld)</figcaption></figure>Die Auswanderer aus dem kurtrierischen Raum, die den dort drückenden Abgaben und Lasten entkommen wollten, hatten zunächst nach Preußen umsiedeln wollen. Mensfelder Abgesandte, die in Preußen die ihnen dort zugedachten Wohnsitze besichtigen wollten, machten auf dem Weg dorthin in Kassel Station.Da der Raum Trendelburg immer noch schwer an den Folgen desSiebenjährigen Krieges (1756-1763) litt, wurden ihnen von höchster Stelle Vergünstigungen zugesichert, wenn sie ihre Schützlinge im Raum Trendelburg, unweit des sog. „Hammelstalles“, sesshaft machen würden. Das so entstehende Dorf, das als „Kolonie“ bezeichnet wurde, wurde nach dem Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel „Friedrichsfeld“ benannt.

Die Unterbringung der Familien erfolgte zunächst teils in Trendelburg, teils in Behelfshütten. Es begann der Bau der ersten 4 Häuser (Steinhäuser), in denen zunächst alle Familien zusammen wohnten. Die Grundstücke wurden den Kolonisten zur Erbleihe überlassen. In 1777 Bau weiterer 6 Häuser aus Fachwerk. Zum so angelegten Dorf gehören außerdem 10 hölzerne Scheunen und Stallungen (für Kleinvieh), ein Backhaus und ein Brunnen.

Die ersten „Kolonisten“ aus Mensfelden waren:

- Georg Wilhelm Lieber sen.
- Anton Lieber sen.
- Wilhelm Lieber jun.
- Anton Lieber jun.
- Georg Philipp Zollmann
- Georg Anton Frickhöfer
- Christian Deußer