VII. Kirche

Die Kirche

Autor(en):
Walter Schwenk (1975)


Kirchengemeinde und Pfarrei

Zu den 38 Mitgliedern der Idsteiner Synode vom 5. - 9. August 1817, die den Zusammenschluss der lutherischen und reformierten Gemeinden zu einer evangelisch-christlichen Kirche, der Union in Nassau beschloss, gehörte auch Pfarrer Melior von Mensfelden. Am 31. Oktober 1817, am Reformationsfest, schloss sich auch die bis dahin evangelisch-lutherische Gemeinde Mensfelden der Union an. Die Revolution von 1848 brachte in Mensfelden neben politischen auch religiöse Spannungen. Vorübergehend ist auch hier eine, allerdings begrenzte altlutherische Bewegung Kirchengemeinde zu beobachten, deren Anhänger jedoch bereits 1853 bis auf 7 Seelen wieder zur zurückgekehrt waren.

Heringen, das seit alter Zeit zum Kirchspiel Mensfelden gehört hatte, jedoch schon längst eine eigene Kirche besaß, wurde 1818 nach Kirberg umgepfarrt. Der durch seine Arbeiten zur nassauischen Geschichte bekannte Dekan Christian Daniel Vogel in Kirberg erreichte 1843, dass in Heringen eine selbständige Kaplanei, die spätere Pfarrei, errichtet wurde. Beim Kirchspiel blieb jedoch Linter. Dort wurde 1951/53 von der Kirchengemeinde Mensfelden-Linter ein evangelisches Gemeindehaus erbaut, in dem die Gottesdienste für Linter abgehalten werden.

Unsere Kirche

Die Pfarrkirche, ein romanischer Bau des 12. - 13. Jahrhunderts, hat die Stürme vieler Jahrhunderte überdauert. Der wuchtige Chorturm war mit Licht - und Schießschlitzen früher ein Wehrturm. Der Altarraum in seinem Erdgeschoß und der Treppenlauf in der Mauer sind mit Kreuzgratgewölbe abgedeckt. Zweimal war das Gewölbe, 1697 und erneut 1784, so zersprungen, dass man den Einsturz befürchtete. Nach der zweiten, gründlicheren Wiederherstellung im Jahr 1785 hat es jedoch seinen Halt zurückgewonnen. Wie vielerorts beleben vier kleine Dacherkern den Umriss des achteckigen Spitzhelms. Bei Erneuerungsarbeiten an der Kirche zeigte es sich, dass die heutige Kirche aus einem früheren, kleineren erweitert wurde. In der Südseite des rechteckigen Schiffes sind noch zwei kleine romanische Fenster, teilweise sogar mit den alten Holzrahmen erhalten. Eine barocke Holztonne überdeckt das Schiff, in dem in der Barockzeit die zweigeschossigen, hölzernen Emporen mit ihren kräftig gezeichneten Stützen eingebaut wurden. Aus dem Ende des 17. Jahrhunderts stammen Kanzlei und Taufstein.

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Foto: Mensfeldener Kirche heute, Walter Kees
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Zeichnung: Kapelle um 775, Roland Schwenk, 1975
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Zeichnung: Kirche um 1200, Ronald Schwenk, 1975

Die Glocken

Autor(en):
Walter Schwenk (1975)


Die alte Glocke

Die größte und älteste Glocke ist aus dem Jahre 1431 und wiegt 522 kg und hat einen Durchmesser von 0,94 m. Inschrift gotische Minuskeln:

Ave Maria gratia Plena Dominus tecum.

Übersetzt: Gegrüßet seist Du Maria, voller Gnaden, der Herr sei mit dir.

Der Glockengießer ist unbekannt. Die alte Glocke musste im Kriegsjahr 1944 zum Einschmelzen abgeliefert werden, wurde jedoch vor der Vernichtung verschont. Im Jahre 1949 wurde sie unversehrt in Hamburg von Willi Schwenk, Remmeltstraße, wiedergefunden und von unserem Pfarrer Hans Debusmann wieder heimgeführt, wo sie seitdem ihren alten Platz im Turm hat und wieder ihren Klang ertönen lässt.

Unsere mittlere und kleine Glocke

Die beiden kleineren Glocken mussten im 1. Weltkrieg 1914 - 1918 zum Einschmelzen abgeliefert werden.

Im Jahre 1921 wurden im Auftrag der Kirchengemeinde und bürgerlichen Gemeinde zwei neue Glocken von der Glockengießerei der Gebrüder Rinker in Sinn (Dillkreis) gegossen.

Im zweiten Weltkrieg 1939 - 1945 musste die mittlere Glocke wiederum zur Einschmelzung abgeliefert werden. Dafür wurde im Jahre 1949 von der Glockengießerei der Gebr. Rinker in Sinn (Dillkreis) eine neue gegossen. Sie trägt heute die Jahreszahl 1949 mit dem Zeichen 65 <> 00 ihre Inschrift lautet: Land, Land, höre des Herrn Wort!

Unsere kleine Glocke, welche die bürgerliche Gemeinde Mensfelden gestiftet hat, durfte als einzige im zweiten Weltkrieg hierbleiben. Sie trägt das Zeichen A W 1921 No 2215 und die Inschrift: Bürgerliche Gemeinde Mensfelden!

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Foto: Die große Glocke im Glockenturm, Walter Kees

Die Kirchenorgel

Autor(en):
Walter Schwenk (1975)


Unsere alte Orgel soll nach alten Nachrichten in Frankfurt gebaut worden und unter Pfarrer Zippelius 1702 nach Mensfelden gekommen sein. Man vermutet, dass sie ein Werk des bekannten Orgelbauers Andreas Silbermann (1678-1734) ist. Die Quelle dieser Nachricht lässt sich zurzeit jedoch nicht sicher ermitteln. Orgelbauer und Fachleute vertreten deshalb heute die Meinung, dass es sich um eine Schöler-Orgel handeln könnte. Johann Wilhelm Schöler (1723-98), der aus dem Bergischen Land stammte und seit seiner Heirat 1749 in Bad Ems lebte, war als Orgelbauer nicht minder bekannt. Wenn auch so zur Zeit der Meister nicht sicher benannt werden kann, wird das Werk doch von Orgelfachleuten als Meisterwerk gelobt. Seit der Plünderung durch die französischen Revolutionstruppen 1795 fehlten die Pfeifen. Der Orgelbauer Engers aus Wehen, der 1821 die Orgel erneuerte und das Werk umänderte, starb darüber, so dass dieser Umbau erst nach 1826 durch die Gebrüder Embach aus Rauenthal vollendet werden konnte.

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Foto: Die Orgel, Walter Kees

Die Kirchenuhr

Autor(en):
Walter Schwenk (1975)


Von wann bis wann unsere alte Kirchenuhr die Stunden im Turm anschlug kann man nicht mehr feststellen. Genannt wird sie schon 1620, als sie wieder in Gang gebracht wurde. Soviel ich mich erinnern kann, stand sie schon 1914 still und war von außen nicht mehr zu sehen, nur ihr altes Uhrwerk war noch im Turm, zwischen den Balken eingebaut.

Unsere neue Kirchenuhr ist am 26. /27. 8.1947 von Calw über die französische Zonengrenze in Mensfelden eingetroffen und bis 30.8.1947 montiert worden. lhr erster Stundenschlag war mittags 15:00 Uhr. Seitdem versieht sie ihren Dienst. Erbauer ist die Uhrenfabrik Perrot in Calw, Vermittler war Diplom Ingenieur Martin Pfefferkorn, als Vertreter der Uhrenfabrik Perrot, der als guter Kriegskamerad von unserem Pfarrer Hans Debusmann, der Gemeinde Mensfelden, trotz laufender Geldentwertung, noch zu einer neuen Kirchenuhr, für 3000 Reichsmark, verhalf.

Dafür sei unserem damaligen Herrn Pfarrer Hans Debusmann, und seinem treuen Kriegskamerad herzlich gedankt.

Das Pfarrhaus

Autor(en):
Walter Schwenk (1975)


Eines der ersten Pfarrhäuser dürfte im 13. /14. Jh. erbaut worden sein. Nach einem Bericht von 1785 wird von einem alten Pfarrhaus erzählt, das schon 1614 bis gegen das Jahr 1640 von dem Verfall bedroht war, so dass der Pfarrer gezwungen war in eine Mietwohnung umzuziehen. Gegen Ende des dreißigjährigen Krieges wurde sämtliches Holz des alten Pfarrhauses gestohlen, so dass der Platz, worauf es stand, fast völlig leer war. Nachdem die Mietwohnung des Pfarrers von 1640 - 1664, angeblich das heutige Haus Lanz/Crecelius in der Mittelstraße wegen Verkauf geräumt werden musste, wurde die Gemeinde gezwungen, ein neues Pfarrhaus zu bauen. Dies wurde 1664 auf den alten Platz des alten Pfarrhauses Ecke Neustraße/Unterstraße, wo die jetzige Schule steht, mit Stallungen und Scheune gebaut.

Im Jahre 1801 wurde durch einen Großbrand auch dieses wieder vernichtet. 1802 - 1906 wurde das Pfarrhaus in der Backhausstraße 2 (heutiges Haus Schumacher/Hasselbach) von den Pfarrern bewohnt.

Auf dem alten Friedhof bei der Kirche (damals Totenhof genannt), wurde im Jahre 1905 - 1906 ein neues Pfarrhaus erbaut, und im Juli 1906 bezogen. Das alte Pfarrhaus in der Backhausstraße wurde 1906 an Philipp Schumacher für 13.050 Mark verkauft.

Das Haus Schumacher/Hasselbach welches von 1802 - 1906 Pfarrhaus war, trägt folgende Hausinschrift:

ERE SEI GOT IN HOHE FRDE AVF ERDEN LAS DICHER JESV CHRIST DURCH MEIN GEBET BEWEGEN KOM IN MEIN HAVS VND HERTZ VND BRING MIR DEINEN SEGEN ICH JOHANN WILHELM VOELKER VND MEIN HAUSFRAUANA CA TARINA GEBORNE WAGNERIN HABEN DIESES HAVS ERBAVT IM JAHR CHRISTI ANNO 1727 DEN V JVNNI

Was auf die heutige Sprache übersetzt heißt:

Ehre sei Gott in der Höhe Friede auf Erden, lass dich Herr Jesu Christ durch mein Gebet bewegen, komm in mein Haus und Herz und bring mir deinen Segen. Ich Johann Wilhelm Völker und meine Hausfrau Anna Katharina geborene Wagner haben dieses Haus erbaut im Jahre Christi Anno 1727 den 5. Juni.

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Foto: Pfarrhaus in der Backhausstraße
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Foto: Heutiges Pfarrhaus, David Diefenbach (2023)

Evang. Kirchengemeinde

Autor(en):
Hans-Gerhard Beier, Pfarrer (2000)
Hans-Gerhard Beier, Pfarrer - bis 2008 (2025)


Das kirchliche Leben heute

Kirchliches Leben in einer Gemeinde hängt von einer Reihe von Faktoren ab, die es zu berücksichtigen gilt. Da sind zunächst die regelmäßigen Veranstaltungen wie Gottesdienste, Gruppen und Kreise und Einrichtungen wie der Kindergarten u.ä. Weiter ist von Bedeutung, ob die Gemeinde Räume hat, in denen das Leben der Gemeinde stattfinden kann. Schließlich spielt es auch eine Rolle, ob sie konfessionsmäßig eine Minderheit oder eine Mehrheit am Ort ist und ob Integration zwischen schon länger hier Wohnenden und Neuzugezogenen stattgefunden hat. Ich beginne mit einer der letzten Bedingungen, dem zahlenmäßigen Verhältnis der Konfessionen. Hier hat sich in den vergangenen Jahren kaum etwas verändert. Etwa 2/3 der Einwohnerschaft gehören der evangelischen Kirche an. Die absolute Zahl der Gemeindeglieder ist aber trotz weiterer Neubaugebiete und trotz Zuzügen leicht gesunken. So gab es in Mensfelden am 31.12.1999: 1.393 Einwohner, davon 929 Evangelische (1976: 992; 1961: 879), 285 Katholische und 179 Sonstige.

Wir feiern in unserer Gemeinde an jedem Wochenende (meist sonntags) und an den kirchlichen Feiertagen Gottesdienst. 14-tägig findet auch Kindergottesdienst für die unter 14-jährigen Kinder statt. Weiterhin treffen sich wöchentlich (im Winter) und monatlich (im Sommer) die älteren (Ev. Frauenhilfe) und monatlich die jüngeren Frauen im Frauenkreis. Sie bereiten auch im regelmäßigen Wechsel mit der katholischen Nachbargemeinde St. Georg Werschau und der evangelischen Kirchengemeinde Nauheim-Neesbach den Weltgebetstag der Frauen am 1. Freitag im März vor und laden dazu ein (Thema 1980: Thailand; Thema 2000: Indonesien ).

Bei der Vorbereitung und Durchführung von Gemeindetreffs sind unsere Frauen tätig - zusammen mit anderen.

Der Konfirmandenunterricht findet für Jugendliche des 8. Schuljahres von August/September bis zum Mai des Folgejahres statt. Seit einigen Jahren besuchen die Mädchen und Jungen des Konfirmandenkurses außerdem kirchliche Einrichtungen innerhalb und außerhalb der Gemeinde.

Zusammen mit den gewählten und berufenen Linterer Gemeindegliedern beraten und gestalten die Mensfelder Kirchenvorstandsmitglieder das Gemeindeleben mit. Etwa alle 4 Wochen findet eine Sitzung statt.

Der Kindergarten ist die diakonische und sozialpädagogische Einrichtung der Kirchengemeinde. Zur Zeit arbeiten in dem 1995 neu bezogenen Gebäude Am Kuhweg 2 6 Erzieherinnen und 1 Praktikantin. Einen evangelischen Kindergarten gab es in Mensfelden bereits seit April 1947, damals noch in Räumen der Mensfelder Volksschule, seit 1960 im kurz vorher gekauften evangelischen Gemeindehaus (Kirchstraße 1, ehemals bäuerliches Anwesen Hohlwein Kircheweils). Am Anfang war der Kindergarten übrigens nur von Frühjahr bis Herbst geöffnet.

Kirchliche Jugendgruppen gab es bis zur Mitte der achtziger Jahre. Das Programm war geprägt durch Disco- und Filmabende, Diskussionsrunden und Wanderungen. Das Interesse an der Verantwortung für Programmgestaltung nahm aber im Laufe der Zeit ab.

Last not least ist als jüngste selbständige Gruppe der Spielkreis von Müttern mit Kindern unter 3 Jahren zu erwähnen. Sie kommen seit einiger Zeit im evangelischen Gemeindehaus einmal wöchentlich zusammen.

Alle neuzugezogenen Gemeindeglieder werden mit einem Brief begrüßt. Ein Gemeindebrief erscheint seit Dezember 1995 fünfmal jährlich und wird in alle evangelischen Haushalte verteilt.

Veränderungen und Erneuerungen

Da unsere kirchlichen Gebäude (Kirche, Gemeindehaus, Pfarrhaus) schon älter sind, waren auch immer wieder Renovierungsarbeiten notwendig. So wurde unsere alte Kirche in den Jahren 1976 - 1977 von Grund auf renoviert und restauriert. Alte Malereien wurden wieder ans Licht gebracht und vorsichtig ausgebessert. Die Einweihung war am Sonntag, den 11.12.1977.

Den Platz vor der Kirche mit den beiden Linden konnten wir im Jahre 1979 (6.11.) von der Gemeinde Hünfelden zusammen mit der Pfarrhaustreppe kaufen. Der Platz und der Weg durch das Pfarrgrundstück wurden neu gepflastert und angelegt. Im Jahre 1986 ließen wir die schadhafte teilweise 80 Jahre alte Dacheindeckung des Kirchturms erneuern. Die jetzigen Zifferblätter wurden nach Vorlage der 1947 angebrachten neu gefertigt, dazu der Turmhahn. Turmkreuz und Turmkugel restauriert. Vorher hatte der Kirchturm bereits einen Betonanker (Betonplatte mit Mauerwerkshalterungen) unterhalb des Glockenstuhls erhalten. Dieser wurde neu aufgebaut, die durch Handbetrieb laufende Uhr wurde durch eine elektrisch betriebene ersetzt (1978).

Seit dieser Zeit ist unsere alte Mensfelder Kirche immer wieder ein beliebter Ort für kirchliche Trauungen und die weihnachtlichen Konzerte von Ortsvereinen.

Ausgehend von 1990 war sie auch Mittelpunkt des regelmäßigen Dorffestes, besonders aus Anlass der 1225 Jahr-Feier des Ortes Mensfelden im Jahre 2000. Zum 800-jährigen Jubiläum im Jahr 2004 gab der Vorstand einen kleinen Kirchenführer heraus. Am 21.07.2007 war die Kirche im Rahmen der dekanatsweiten „Nacht der Kirchen“ bis 24 Uhr geöffnet.

Das evangelische Gemeindehaus beherbergte bis zum 16.12.1994 in 7 von 8 Räumen den Kindergarten, so dass für die anderen Gruppen kaum Platz blieb. Anfang 1997 fasste der Kirchenvorstand nun den Beschluss, das Gemeindehaus von Grund auf zu renovieren und umzubauen. Für Gemeinde- und Ortsfeste sollte ein neuer Haupteingang vom Kirchplatz aus geschaffen werden.

Die Arbeiten begannen im April 1999. Seitdem steht das Haus den Gruppen der Gemeinde - dem Kindergottesdienst, dem Konfirmandenunterricht, den zwei Frauenkreisen, dem Kirchenvorstand - auch dem zivilgemeindlichen Seniorenkreis und der Krabbelgruppe junger Eltern sowie für Gemeindefeste mit Ausstellungen zur Verfügung.

Wir hoffen, mit all unseren Anstrengungen die Basis für eine weitere lebendige Gemeindearbeit geschaffen zu haben. Wir verstehen dies als einen Beitrag dazu, dass unsere „Kirche im Dorf bleibt“, wo sie ja schon seit über 800 Jahren Mittelpunkt ist.

Zu danken haben wir in diesem Zusammenhang der Kirchenverwaltung der EKHN, die durch einen großzügigen Zuschuss die Grundlage für dieses Projekt schuf, in das von unserer Seite Rücklagen, Haushaltsmittel, Spenden von Gemeindegliedern und Eigenarbeit mit einfließen. Wir hoffen, mit all unseren Anstrengungen die Basis für eine weitere lebendige Gemeindearbeit geschaffen zu haben. Wir verstehen dies als einen Beitrag dazu, dass unsere Kirche im Dorf bleibt, wo sie ja schon seit über 800 Jahren Mittelpunkt ist.

Wichtige Personen

Mitglieder des Kirchenvorstandes 1975 - 2021

Arnold, Walter (1961-1985), Beer, Gisela (1979-1992), Crecelius, Bernhard (1973-1991), Crecelius, Christel (1985-1991), Csernovsky, Karin (2009 - 2021), Deußer, Herbert (1973-2003), Diefenbach, Werner (1967-1979), Dietrich, Helga (1991-2003), Frickhöfer, Walter (1967-1979), Frömel, Gabriele (1998-2009), Hasselbach, Werner (1973-1985), Heckelmann, Dieter (1992-2015), Heckelmann, Willi (1955-1979), Hohlwein, Manfred (1979 -1991), Schmidt, Rainer (1991- 2015), Schmidt, Werner (1991-1997), Schuchmann, Lilo (2009-2016), Schumann, Heike (2015-2021), Schumann, Ilona (2003-2011), Schumann, Irmi (1979-1991), Schwenk, Hiltrud (1991- 2003), Streb, Robert (2003-2009).

Leiterinnen des evang. Kindergartens Mensfelden

Schlechter, Amalie (1973-1975), Rücker, Inge (1975-1976), Zimmermann, Ulrike (1976), Mons, Gudrun (1976-1980), Sapel, Margita (1980), Steil, Angret (1980- 1985), Freise, Jutta (1985-1986), Weyrauch, Martina (1986-1988), Steil, Angret (1988-1991), Scheib, Andrea (1991-1993), Trimpler, Birgit (1993-2010), Zemla, Anja (2010-2011), Steil, Angret (2011-2012), Hartmann, Karin (seit 01.04.2012)

Pastoren und Pfarrer zu Mensfelden

Autor(en):
Walter Schwenk (1975)


  1. NN 1321; Heinrich von Helfenstein 1332, 1342 - 1362

  2. Johann Berwich von Montabaur 1387 - 1399

  3. Heinrich Krahe aus Hahnstätten 1343 - 1458

  4. Heinrich von Bergen gen. Kesseler, zugleich Landesdekan 1478 gestorben vor 1510; NN 1510 - 1512?

  5. Matthias Keßel 1507, 1521, 26

  6. Jakob Königstein aus Diez 1529

  7. Peter Erlenbach nach 1530 - zu seinem Tode

  8. Johannes Rücker um 1540 - 1552

  9. Johannes Werner aus Niederbrechen 1553 - zu seinem Tode kurz vor 29. 3.1602

  10. Justus oder Jodocus Krecelius aus Gemünden 1602 - bis zu seinem Tode kurz vor dem 20. 4. 1616

  11. Christian Crecelius aus Gemünden (Bruder des Vorgängers) 1616 bis zu seinem Tod, begraben am 8. 7.1635

  12. Petrus Krecelius aus Nauheim, Sohn des Vorgängers, designiert, gestorben 14 Tage nach dem Vater vor 3.8.1635

  13. Johann Jacob Koch aus Garbenheim (Schwiegersohn des Christian Crecelius) 1635 - 1640, musste wegen Krieg und Hunger weichen

  14. Johann Balthasar Strohm aus Ottweiler 1640 bis zu seinem Tod 1690

  15. Philipp Simon Strohm aus Mensfelden (Sohn des Vorgängers) seit 1683 Adjunkt (Amtsgehilfe), 1686 bis zu seinem Tod 1. 10. 1700

  16. M. Johann Philipp Zippelius aus Bärstadt 1702, gestorben am 8.1.1705

  17. Johann Philipp Kreppel aus Kirberg 1705 bis zu seinem Tod am 22.8.1727

  18. Johann Balthasar Kleinschmidt aus Kloppenheim 1727 - bis zu seinem Tod am 10.6.1782

  19. Heinrich Wilhelm Anthon Genth aus Kirberg 1783 - bis zu seinem Tod am 2t. 3. 1784

  20. Jakob Ludwig Koch aus Dausenau 1784 - bis zu seinem Tod am 17.7. 1810

  21. Johann Ludwig Wilhelm Theodor Melior aus Gedern 1811 - bis zu seinem Tod am 4. 2. 1838 (3)

  22. Pfarrer Spieß von 1838 - 1865

  23. 1866 und 1867 übernehmen die Pfarr-Vikaren Theodor Westerburg, Wilhelm Krücke, Caplan Hain und Lachmann, hier die Pfarrverwaltung

  24. Im Jahre 1869 wurde Pfarrer M. Schellenberg von Niedermeilingen nach hier versetzt, bis 1884, wo er starb.

  25. Nach dessen Tod 1884, übernahm in kurzer Verwaltung vom 1. Nov 1884 bis 15. Februar 1885 Pfarrer Ohly von Heringen die Amtsgeschäfte

  26. Durch Pfarrwahl am 15. Februar 1885, wurde Pfarrer Karl Albert gewählt, welcher durch Erkrankung am 30. März 1903 in Pension ging.

  27. Am 1. April 1903, wurde Pfarrer Wilhelm Böckel die hiesige Pfarrstelle übergeben, welcher bis 1925 im Amt blieb.

  28. Im März 1926 wurde Pfarrer Karl Becker die hiesige Pfarrstelle übertragen, welcher bis zu seinem Tode 1946, sein Amt versah.

  29. 1946 übernahm dann Pfarrer Hans Debusmann bis Juni 1964 die hiesige Pfarrstelle

  30. Von 1964 bis 1969 hat Pfarrer Günter Volk die Pfarrstelle betreut.

  31. Von 1969 - 1970 war die Pfarrstelle verwaist, d. h., die Amtsgeschäfte und Gottesdienste wurden in Vertretung von Dekan Wilhelm Schauß aus Nauheim wahrgenommen.

  32. Von 1970 - 1975 wurde dann die Pfarrstelle (Mensfelden/Linter) von Pfarrer Horst Steberl übernommen.

  33. Von 1975 - 2008 war Hans Gerhard Beier (Frankfurt) Pfarrer in Mensfelden und Linter.

  34. Von 2009 - 2024 hatte Pfarrer Markus Pfeiffer (Limburg) die Pfarrstelle inne.

  35. Von 2025 an übernahm Pfarrerin Sarah-Marie Fröhlich aus Hofheim-Diedenbergen die Pfarrstelle Mensfelden-Linter.